Vitamin C gegen Aknenarben und rote Flecken

Wir haben uns bereits einige Vitamine angeschaut, die bei Akne helfen können. Hier seien vor allem Vitamin A und auch Vitamin D genannt. Das wohl bekannteste aller Vitamine aber ist Vitamin C. Obwohl es bei allerlei Problemen verwendet wird, dürfte es vielleicht überraschen, dass es auch bei Akne und Pickeln eingesetzt werden kann. Oder genauer gesagt: gegen Narben und rote Flecken, die beim Abheilen von Entzündungen entstehen können.

Vitamin C kann sowohl innerlich (durch Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel) als auch äußerlich (mit einem Serum) verwendet werden. Für uns ist vor allen die zweite Variante wichtig. Wir werfen in diesem Artikel aber auch einen Blick darauf, ob es auch innerlich hilfreich sein kann. Vor allem aber ist wichtig, dass Vitamin C gegen Aknenarben und rote Flecken eingesetzt werden kann.

Was ist Vitamin C?

Vitamin C ist wie gesagt das wohl bekannteste aller Vitamine. Trotzdem kann es sinnvoll sein, sich noch einmal grundsätzlich mit diesem Vitamin zu beschäftigen, bevor wir uns an das eigentlich Thema wagen.

Der chemische Name lautet L-Ascorbinsäure oder einfach nur Ascorbinsäure. Ein Mangel an Ascorbinsäure kann zu Skorbut führen. Dies kam früher vor allem bei Seefahrern vor, die monate- oder jahrelang auf hoher See waren und sich während dieser Zeit von Konserven ernährten, ohne Zugang zu frischer Nahrung zu haben. Vitamin C ist zum Beispiel in der Acerolakirsche, Kiwi, Paprika, aber auch in anderen Früchten und Gemüsesorten vorhanden.

Vitamin C hat im menschlichen Körper einige nützliche Eigenschaften. Unter anderem

  • ist es antioxidativ
  • wirkt es entzündungshemmend
  • ist es wichtig für die Kollagensynthese
  • hat es eine aufhellende Wirkung auf die Haut

All diese Punkte sind wichtig für die Hautgesundheit. Daher wird Ascorbinsäure auch äußerlich direkt auf der Haut angewendet und bei einigen Hauterkrankungen eingesetzt.

Vitamin C ist wasserlöslich, weshalb eine Überdosierung schwierig und selten ist. Überschüssige Ascorbinsäure wird über die Nieren ausgeschieden. Bei sehr hohen Einzeldosen kann es vorübergehend zu Durchfall kommen.

Wie kann Vitamin C gegen Aknenarben und rote Flecken helfen?

Eine wichtige Eigenschaft von Vitamin C ist, dass es äußerlich angewendet Hyperpigmentierung entgegenwirkt und die Haut aufhellt bzw. an den normalen Hautton angleicht. Es kann daher beispielsweise gegen Altersflecken oder Augenringe eingesetzt werden.

Diese Eigenschaft ist aber auch bei roten Flecken nützlich. Wer kennt sie nicht? Ein Pickel ist eigentlich schon fast abgeheilt und es ist keine Wölbung mehr auf der Haut zu spüren. Und trotzdem bleibt ein roter Fleck zurück, der manchmal nur langsam abheilt. Von außen sieht es dann so aus, als wäre dort immer noch ein Pickel, obwohl es eigentlich nur noch eine Verfärbung der Haut ist. Dies kann sehr nervig sein.

Aufgrund der aufhellenden Wirkung kann Vitamin C hier Abhilfe schaffen. Ein roter Fleck verschwindet so schneller. Hierbei kann ein Vitamin-C-Serum entweder punktuell auf eine solche Stelle oder großflächig (z.B. mit einer Creme oder einem Gel vermischt) aufgetragen werden.

Auch bei Narben kann äußerliches Vitamin C helfen, obwohl das natürlich deutlich schwieriger ist. Es kurbelt unter anderem die Kollagenproduktion an und macht die Haut geschmeidiger. Kollagen ist wichtig für eine ebenmäßige Haut. Langfristig kann es also auch Narben verbessern. Hier sei aber dazu gesagt, dass Narben sehr hartnäckig sind und oftmals nie ganz wieder verschwinden. Ein Wundermittel gibt es nicht. Man kann die Erscheinung aber längerfristig verbessern.

Kann Vitamin C auch gegen Akne an sich eingesetzt werden?

Neben roten Flecken und Narben stellt sich nun die Frage, ob Vitamin C auch direkt gegen Akne und Pickel helfen kann. Das wurde bereits in einigen Studien untersucht.

Vitamin C ist wie oben beschrieben entzündungshemmend und kann so bei einigen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Darunter zählen z.B. auch Akne oder Rosacea. Außerdem wird die Wundheilung verbessert. Daher kann Vitamin C durchaus vorbeugend wirken und verhindern, dass sehr hartnäckige rote Flecken oder tiefe Narben überhaupt erst entstehen.

Zudem sei darauf hingewiesen, dass Vitamin C ein natürliches Antihistaminikum ist. Histamin spielt eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen im Körper und eine hohe Sensitivität gegenüber Histamin kann zu Pickeln oder Rosacea führen.

Vitamin C wirkt auch schützend bei übermäßiger UV-Strahlung. Das hat zwar mit Akne erst einmal nichts direkt zu tun, allerdings spielt es für die Hautgesundheit eine wichtige Rolle. Zudem gibt es bei Akne einige Medikamente und Produkte wie Isotretinoin oder Benzoylperoxid (BPO), welche die Haut anfälliger gegenüber UV-Strahlung machen.

Wie ist die Studienlage?

In einer Studie bekamen Versuchspersonen mit Akne für 12 Wochen entweder Vitamin C zur äußerlichen Anwendung oder ein Placebo [1]. Nach dieser Zeit hatte sich die Akne in der Vitamin-C-Gruppe signifikant verbessert. Da ich keinen Zugang zur vollen Studie habe, kann ich leider nicht sagen, wie groß die Verbesserung war.

In einer anderen Studie wurden verschiedene Mittel miteinander verglichen [2]. Hierbei gab es in der Vitamin-C-Gruppe (auch äußerlich aufgetragen) eine Reduktion der Pickel/Entzündungen um 20,14% nach vier Wochen und um 48,82% nach acht Wochen. Es wäre interessant gewesen, ob nach einer noch längeren Zeit eine noch größere Verbesserung erzielt worden wäre. Die Ergebnisse sind aber auch so schon vielversprechend und für das eher unbekannte Aknemittel Vitamin C sogar überraschend.

Das beste Ergebnis in der zweiten Studie wurde übrigens durch eine Kombination aus Vitamin C und Retinol (Vitamin A). Retinol hat äußerlich ähnliche Eigenschaften wie Ascorbinsäure.

Wie funktioniert die Anwendung?

Vitamin C kann wie bereits gesagt innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerlich wird es in Form eines Serums direkt auf die Haut aufgetragen (oder vermischt mit einer Creme oder einem Gel). Ich persönlich verwende das Serum von Bioniva*. Es enthält neben Vitamin C noch andere gute Inhaltsstoffe. Dieses trage ich dann sanft auf die Haut auf. Allgemein ist es wichtig, beim Auftragen von Pflegeprodukten nicht zu stark zu reiben, da die Haut sonst gereizt wird und es sogar einen negativen Effekt geben kann.

Ein Serum hat der Vorteil, dass das Vitamin C direkt in Kontakt mit der Haut kommt. Vitamin C aus Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln wird im Körper für sehr viele verschiedene Prozesse verwendet. Es ist fraglich, wie viel davon dann überhaupt in der Haut ankommt. Tragen wir es aber direkt auf die Haut auf, können wir sicher sein, dass es dort auch seine Wirkung zeigt.

Innerlich ist es in den meisten Fällen nicht nötig, Ascorbinsäure zu supplementieren. Früchte und Gemüsesorten enthalten in der Regel genug davon. Wer trotzdem zusätzlich etwas supplementieren will, kann im Drogeriemarkt diese kleinen Dosen mit reiner Ascorbinsäure kaufen. Ascorbinsäure wird aber besser aufgenommen, wenn es an ein Mineral wie Magnesium oder Calcium gebunden ist. Diese Kombination nennen wir dann Magnesiumascorbat bzw. Calciumascorbat. Auch gut ist ein Pulver, welches direkt aus der Acerolakirsche gewonnen wird.

Fazit

Vitamin C ist im Zusammenhang mit Akne ein noch relativ unbekannter, aber durchaus interessanter Wirkstoff. Was einen positiven Einfluss auf Akne, Pickel und unreine Haut direkt betrifft, wäre es wünschenswert, wenn es in Zukunft mehr Studien und Erfahrungsberichte geben würde. Die ersten Berichte sind durchaus vielversprechend.

Interessant ist aber vor allem die positive Wirkung auf rote Flecken und (längerfristig) Aknenarben. Die roten Flecken als Überbleibsel von Pickeln können genauso nervig sein wie diese, da man beides von außen betrachtet nur schwer unterscheiden kann. Außerdem können sie sehr hartnäckig sein und es kann Wochen bis zu einem kompletten Verschwinden der Flecken dauern. Äußerlich aufgetragenes Vitamin C bietet eine gute Alternative für dieses Problem.

 

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Quellen

[1] Woolery-Lloyd H., Baumann L., Ikeno H. – Sodium L-ascorbyl-2-phosphate 5% lotion for thetreatment of acne vulgaris: a randomized, double-blind, controlled trial

[2] Ruamrak C., Lourith N., Natakankitkul S. – Comparison of clinical efficacies of sodium ascorbylphosphate, retinol and their combination in acnetreatment

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